Ausbau des Tourismus am Kornberg



6. Dezember 2017
Der "alte" Text "Die Planungen" wird im Archiv gespeichert. Dafür wird in "Die Planungen" der neueste Stand (Öffentliche Versammlung vom 24. November) aufgenommen, ebenso in "Aktuelles". Es gibt also, lassen Sie sich nicht verwirren, zweimal den gleichen Text.


Zitat "Macher: Für die Tracks und Trails wird kein Baum gefällt werden". Nun, für solche vollmundigen Versprechen kann man ja eines tun: man versetzt die ganze Anlage einfach auf die Skipiste . Da wachsen, welch Zufall, gar nicht erst solche unnützen Dinge- fertig.


Auszüge aus: "Der Mountainbike-Blog:

MTB-Basecamp Kornberg: ein Traum wird Wirklichkeit
Fichtelgebirge, Großer Kornberg, Spätsommer 2019: Mountainbike-Trails entlang surfen, mal flowig und naturbelassen, mal ausgewaschen und verblockt, Stufen und Spitzkehren fahren, mit Bike-Freunden an der Berghütte abhängen und die Sonne genießen – im MTB-Basecamp Kornberg wird dieser Mountainbiker-Traum bald Wirklichkeit.

Die Macher des Projekts „MTB-Basecamp Kornberg – Kids & Technical Bikepark“ setzen sich anspruchsvolle Ziele: Freizeit-Aktivitäten übers gesamte Jahr, mehr Qualität für die Naherholung, innovative Tourismusangebote. Sechs Gemeinden sowie die Landkreise Hof und Wunsiedel gehen das Projekt gemeinsam an. Ein Baustein, um die Region attraktiver und zukunftsfähig zu machen und die heimische Tourismuswirtschaft anzukurbeln, so die Initiatoren. Die Pläne für die Infrastruktur stehen, auf Bürgerbeteiligung und Naturschutzbelange wird geachtet."

Wir, die Landkreise Hof und Wunsiedel und die benachbarten Gemeinden, wollen den Kornberg in seiner Attraktivität steigern. Dr. Oliver Bär, Landrat


Anschließend der Frankenpostartikel zur Öffentlichen Versammlung am 24. November 2017 in Rehau - ungekürzt, ungeschminkt

Ich gestatte mir ein winziges Zeilchen Text zu zitieren:
"Es handelt sich dabei um ein vier Millionen Euro schweres Projekt..."
Monatelang lautete die Zahl 3, 3 Millionen. Bis heute. Was kostet da nochmal 700.000 Euro mehr?

Der Artikel
Über eine Stunde lang kamen die Bürger zu Wort. Sie teilten ihre Meinung zu den gemeinsamen Plänen der Landkreise Hof und Wunsiedel zur touristischen Aufwertung des Kornbergs mit.

Der Kornberg soll für Touristen attraktiver werden, und das möglichst naturverträglich. Das planen gemeinsam die Landkreise Hof und Wunsiedel sowie die sechs angrenzenden Städte. Die Einzelheiten dieses Vorhabens haben sich Freitagabend 200 Zuhörer in der Aula des Schulzentrums angehört. Schwerpunkte sind die Verbesserung der Infrastruktur zum einen und die Errichtung eines Mountainbike-Parks sowie Spielplatzes zum anderen. Alles im vorhandenen Areal, ohne neue Gebäude zu errichten.

Stefan Krippendorf, Mitarbeiter der Kreisentwicklung am Landratsamt Hof, stellte die Einzelheiten vor. Das Konzept sei mit allen betroffenen Behörden und Organisationen abgestimmt, betonte er. "Zentrale Aufgabe ist die Errichtung einer Wasserversorgung und Abwasserentsorgung." Dazu müsste für 1,8 Millionen Euro eine 2,5 Kilometer lange Leitung von Spielberg bis zur Liftstation errichtet werden. Weitere Punkte sind der Ausbau der Zufahrtsstraße, die Verlegung schnellen Internets und die Errichtung eines pädagogischen Bewegungsparks. Für den Kinderlift ist der Ersatz durch einen "Zauberteppich" vorgesehen. Auch die Kornberghütte muss neu gebaut werden. "Das ist allerdings dann Sache eines privaten Investors", sagte Krippendorf. Das geplante Mountainbike-Basecamp beinhaltet Strecken für geübte und ungeübte Fahrer. Es werden weder Gebäude benötigt, noch Flächen versiegelt. Die Biker sollen außerhalb der Skisaison den Lift nutzen können.

Dem Konzept liegen folgende Zahlen zugrunde. So wird mit bis zu 1000 Besuchern an Spitzentagen beim Liftbetrieb gerechnet. Für den MTB-Park sind jährlich 10 000 Besucher kalkuliert. Organisatorisch gegliedert ist der Kornberg-Betrieb in Zweckverband und Betriebsgesellschaft. Den Zweckverband bilden die Landkreise Hof und Wunsiedel als Gesellschafter zu gleichen Teilen. Die Betreibergesellschaft setzt sich neben beiden Landkreisen noch aus den Städten Selb, Rehau, Schwarzenbach an der Saale, Schönwald, Kirchenlamitz und Marktleuthen zusammen. "Die Gesellschaft betreibt die Anlagen und zahlt ein Nutzerentgelt an den Zweckverband." Die in den sechs Mitgliedsstädten vorhandenen Bahnhöfe sind als Zubringer für die Touristen mit im Konzept verankert.

Der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär sah gewachsenen Handlungsbedarf angesichts der nicht mehr zeitgemäßen Infrastruktur und der zunehmend schneearmen Winter. "Der Kornberg ist ein wunderbarer Naherholungsort direkt vor der Haustür", sagte er. Deshalb haben sich Teams aus den zwei Landratsämtern sowie den betroffenen Bürgermeistern zusammengesetzt und beraten, was zu tun sei. Das ist nach Worten Bärs der Zusammenschluss der Landkreise und der sechs Städte, um gemeinsam zu handeln. Ein weiterer Punkt ist die Schaffung und Verbesserung der Infrastruktur sowie die Umnutzung des saisonal betriebenen Skilifts auf ganzjährigen Betrieb. "Da der Kornberg schon jetzt von Mountainbikern genutzt wird, ist ein Ausbau des Angebots sinnvoll."

Der Wunsiedler Landrat Dr. Karl Döhler erinnerte an die Situation, als der Blitz in den alten Skilift geschlagen hatte und ihn damit in der Saison 2012/2013 außer Betrieb setzte. "Das war der Anlass, die Diskussion darüber zu führen, wie es dort weitergehen soll." Hier sei das Mountainbiken ins Spiel gekommen. Wie Döhler beschrieb, ist diese Sportart bereits in viele Teilen des Fichtelgebirges eingezogen. "Der Kornberg und Mountainbiken passen zusammen." Schließlich böte das auch die Möglichkeit, einer geografischen Lenkung der Sportart. "Es sind erste Ideen, die zu diskutieren sind." Daran solle sich auch die Bevölkerung beteiligen, forderte Döhler auf.

Grundsätzliche Einwände gegen das Vorhaben gab es unter den 200 Zuhörern keine, jedoch Sorgen. Die äußerten vor allem die Spielberger. Denn durch deren Ort verläuft die einzige öffentliche Zufahrt zum Kornberg. Sie befürchten, vom Verkehr überrollt zu werden. Bürger brachten deshalb eine zweite Zufahrt zum Kornberg oder zumindest eine Ortsumgehung zur Sprache. Weiter wurde geäußert, dass die Mountainbiker mit "wildem Fahren" die Natur störten.

Mein Fazit: ein Wahnsinnsprojekt!